Übersicht Berichte

Trio der LG Offenburg bei U23-DM am Start

Auf der blauen Bahn des Frankenstadions in Heilbronn fanden am Wochenende die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U23-Altersklasse statt. Mit dabei waren von der LG Offenburg Tabea Müller, Elena Harter und Simon Bitterberg.

Aus der Sprint-Hürden-Trainingsgruppe von Wilhelm Seigel starteten in ihrem ersten Jahr in dieser Altersklasse Tabea Müller und Elena Harter. Die Offenburgerin Tabea Müller, die in Karlsruhe Grundschulpädagogik studiert und dadurch ein gutes Zeitmanagement haben muss, um ein zusätzliches Leistungssporttraining zu ermöglichen, war über 100 und 200 m qualifiziert. Bei ihrem Vorlauf über 100 m hatte sie das Pech, das der favorisierten Lisa Marie Kwayie vom Neuköllner SF ein glasklarer Fehlstart passierte. Die daraus folgende Disqualifikation wollte diese jedoch nicht hinnehmen. Es folgte eine mindestens zehnminütige Verzögerung des Starts wegen ihrer Diskussionen mit dem Kampfgericht.

Drehende Winde
So konnte Tabea Müller wie alle verbliebenen Starterinnen dieses Laufs nicht mehr ihre optimale Leistung erbringen. In guten 12,15 Sekunden bei einer Rückenwindunterstützung von +1,1 belegte sie den fünften Platz, der für die Halbfinalqualifikation nicht ausreichte.

Über 200 m am zweiten Wettkampftag hatte Tabea Müller dann bei den sich ständig ändernden Windbedingungen das Handicap, dass ihr ein Gegenwind von 1,8 ins Gesicht blies. So sind die 25,32 Sekunden, mit denen sie als Siebte ihres Halbfinales das Ziel erreichte, hoch einzuschätzen.

Ihre Trainingspartnerin Elena Harter startete über 400 m Hürden. Die Ortenbergerin, die durch ihr freiwilliges soziales Jahr beim Deutschen Roten Kreuz nur eingeschränkt trainieren konnte, zeigte ein fast fehlerloses Rennen. Nach großem Kampfeinsatz vor allem beim Zieleinlauf nach der letzten Hürde gelang ihr als Fünfte ihres Vorlaufs in 62,92 Sekunden eine neue Saisonbestzeit (bisher 63,12). 62,74 Sekunden hätten gereicht, den Endlauf der besten acht zu erreichen, was bei einem etwas mutigeren Rennbeginn durchaus möglich gewesen wäre. Im Gesamtergebnis der DM belegte sie Platz zehn.

Guter Vorlauf
Simon Bitterberg aus der Sprint-Trainingsgruppe von Marcus Skupin-Alfa zeigte über 100 m im Vorlauf eine ansprechende Leistung. Mit 10,85 Sekunden blieb er nur vier Hundertstel über seiner Bestzeit und erreichte damit den Zwischenlauf, welcher eine gute Stunde später stattfand. Hier reichte eine solide Leistung von 10,94 Sekunden nicht mehr fürs Finale.

Am zweiten Tag trat er über die längere 200-m-Sprintstrecke an. Obwohl Simon Bitterberg eine sehr gute Laufleistung zeigte, fehlte ihm an diesem Tag das notwendige Quäntchen Glück: Während bei allen anderen Läufen leichter Rückenwind herrschte, blies dem Offenburger ein starker Gegenwind von 2,4 Metern pro Sekunde ins Gesicht. So konnte Simon Bitterberg am Ende zwar mit dem neunten Rang und seiner Zeit von 21,86 Sekunden zufrieden sein, doch der Gegenwind hatte einen Einzug ins Finale der besten Acht um drei Hundertstel verhindert.

Leave a Reply